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    <title>boring 747 airport</title>
    <description>Ich bin meine eigene Kommentarspalte.</description>
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    <pubDate>Mon, 30 Mar 2026 23:12:08 +0200</pubDate>
    <lastBuildDate>Mon, 30 Mar 2026 23:12:08 +0200</lastBuildDate>
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      <item>
        <title>Wie so&apos;n Boomer</title>
        <pubDate>Sat, 28 Mar 2026 13:44:00 +0100</pubDate>
        <link>https://blog.deruku.net/2026/03/wie-son-boomer/</link>
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        <content:encoded><![CDATA[
  <p><img id="post-image" src="https://blog.deruku.net/img/2026-03-28-wie-son-boomer.png" alt="Sorry, no image today :("></p>
          <p>Folgende Situation: Der Hund soll eine Tablette bekommen. Damit ich auch mal so viel Lob, Streicheleinheiten und Leckerlis bekomme wie er, möchte ich den Vorgang mittels Video für das liebe Frauchen dokumentieren.</p>
<p>Gesagt, getan. Und wie! Holla, die Waldfee! Ein oscarwürdiger Streifen, mit hinreißender Story und atemberaubender Kameraarbeit, die meisterhaft inszenierte Action absolut kunstvoll eingefangen. Dieses monumentale Werk wird noch in Jahrhunderten von ehrfürchtigen Studenten als Anschauungsbeispiel für absolute Perfektion herangezogen. Viele werden ihre Karriere direkt in diesem Moment beenden, denn nichts wird jemals auch nur in die Nähe gelangen. Gott selbst– naja, ihr wisst schon.</p>
<p>Ich öffne stolz den Messenger, tippe auf "Foto/Video anhängen", und… finde nur ein verwackeltes Bild vor. Irgendwo in der Ferne erklingt eine <a href="https://www.youtube.com/watch?v=CQeezCdF4mk">traurige Posaune</a>.</p>
<p>Fin.</p>
        ]]></content:encoded>
      </item>
      <item>
        <title>Zurück zu den Anfängen</title>
        <pubDate>Tue, 18 Nov 2025 12:09:00 +0100</pubDate>
        <link>https://blog.deruku.net/2025/11/zurueck-zu-den-anfaengen/</link>
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        <content:encoded><![CDATA[
  <p><img id="post-image" src="https://blog.deruku.net/img/2025-11-18-zurueck-zu-den-anfaengen.png" alt="Sorry, no image today :("></p>
          <p>Ich habe schon <a href="/2020/07/der-koenig-ist-tot-es-lebe-der-koenig/">lange nichts mehr</a> dazu geschrieben, denn eigentlich ist es überhaupt nicht wichtig. Aber: deruku.net ist wieder zurück bei <a href="https://uberspace.de">Uberspace</a>. Home, sweet home!</p>
<p>Hä, du warst weg? Ja, tatsächlich. Irgendwann kurz nach dem verlinkten Beitrag habe ich meine Klamotten gepackt und ein <a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Server#Virtuelle_Server">VPS</a> bei einem anderen Hostinganbieter bezogen. Nicht aus Unzufriedenheit mit Uberspace, ganz im Gegenteil, sondern weil ich dem Rahmen entwuchs und mein eigenes Zeug aufziehen wollte. Meine Selfhostingreise ging in die nächste Runde und ich benötigte mehr Platz, tieferen Zugriff aufs System und außerdem war die Zeit meines Uberspaces der Version 6 sowieso gezählt. Statt einer Migration zu U7 nutzte ich die Gelegenheit, spannte meine Flügel und segelte los. Die Reise muss dermaßen aufregend gewesen sein, dass ich versäumte darüber zu berichten.</p>
<p>Im gelobten Cloudserverland tobte ich mich die nächsten Jahre auch sehr zufrieden aus und sammelte viel Erfahrung als Sysadmin-Cosplayer. Nun ist es, wie es ist – ihr kennt es selbst: Dinge und Leute ändern sich, die kleinen, süßen Raspberry Pis im Schrank werden mit der Zeit zum ausgewachsenen <a href="/2022/11/homelab-upgrade/">Proxmox-Hypervisor</a> mit zweistelliger Anzahl an Rechenkernen, Arbeitsspeicher noch und nöcher sowie Speicherkapazität zum Abwinken. Sie werden so schnell groß! *schnief*</p>
<p>So wanderten im Anschluss nach und nach viele der schönen, als Container sauber verwalteten Dienste wieder zurück ins heimische Netzwerk, wo sie auch hingehören. Am Ende lag auf dem Host im Rechenzentrum also nur noch ein selbst zusammengefriemelter NGINX-Container, der nur ein paar flache HTML-Dateien – diese Internetseite – ausliefert (jawohl, Jekyll leistet bei mir auch nach <a href="/2015/03/neues-fundament/">zehn Jahren</a> noch seinen Dienst!). Sich dafür noch eine verhältnismäßig dicke virtuelle Maschine ans Bein zu binden ist dann doch mit Kanonen auf Spatzen geschossen.</p>
<p>Also gut, ich habe schon genug mit meinem Homelab und anderen Hobbys zu tun, mit den technischen Hintergründen meiner Webpräsenz kann ich ruhig jemand anderes betrauen. Und so bin ich dann doch wieder hier gelandet. Schon ulkig, wie sich manchmal Kreise so schließen.</p>
        ]]></content:encoded>
      </item>
      <item>
        <title>Zukunft war 3D gewesen</title>
        <pubDate>Tue, 11 Nov 2025 23:08:00 +0100</pubDate>
        <link>https://blog.deruku.net/2025/11/zukunft-war-3d-gewesen/</link>
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        <content:encoded><![CDATA[
  <p><img id="post-image" src="https://blog.deruku.net/img/2025-11-11-zukunft-war-3d-gewesen.png" alt="Sorry, no image today :("></p>
          <p>Ich bin ja nun schon auch eine Weile mit diesen neumodischen 3D-Druckern am Gange. Inzwischen habe ich so einige Rollen Filament verdruckt, so ziemlich überall in der Bude (ironischerweise nicht im <a href="/2019/07/zukunft-ist-3d/">Badezimmer</a>) finden sich vom Druckbett gesprungene Nützlichkeiten.</p>
<p>Klar, einen Serviettenhalter und eine Vase hätte ich auch kaufen können, aber so ist's doch viel lustiger. Sich die Modelldateien herunterzuladen, die Maschine vorzubereiten und <strike>mit hochgelegten Füßen <a href="https://vinepair.com/articles/guinness-monster-viral-drink-combination/">Gonster</a> saufen</strike> sie dann stundenlang bei der Arbeit zu beaufsichtigen fühlt sich wie produktiv genutzte Zeit an.</p>
<p>Ein-, zwei- oder vielleicht dreimal habe ich auch selbst ein Modell erstellt. Sie waren nicht hübsch und haben mich viel Zeit gekostet, aber sie erfüllten Ihre Aufgabe. Jetzt war es mal wieder so weit und inzwischen habe ich einige Videos über <a href="https://freecad.org">FreeCAD</a> intus. Kann ja nicht so schwer sein. War es dann auch tatsächlich nicht.</p>
<p>Sich von anderen erstellte Dinge zu drucken ist schon sehr cool, aber sich selbst dazu ermächtigen, eigene maßgeschneiderte Lösungen umzusetzen, ist nochmal ein ganz anderes Kaliber. Es ist, als hätte ich im Talentbaum einen absolut essenziellen Skill für meinen Build freigeschaltet.</p>
<p>Kurz umrissen: Die <a href="https://www.clockworkpi.com/uconsole">uConsole</a> ist eine Art Bastelkit für ein <a href="https://old.reddit.com/r/cyberDeck/">Cyberdeck</a>, im Grunde ein tragbarer Computer, der kein Laptop ist. Warum? Einfach, weil es cool ist. Jedenfalls stellt sich die mitgelieferte Klebeantenne bei einem Metallgehäuse als gar nicht so leistungsfähig heraus, weswegen von der Community folgerichtig Lösungen (etwa <a href="https://www.printables.com/model/735257-uconsole-micro-antenna-02-mount">diese</a>) erarbeitet wurden.</p>
<p>Leider hat dieser konkrete Ansatz ein paar kleine Problemchen, weswegen ich mir nun also etwas Zeit nahm und meine <a href="https://www.printables.com/model/1477974-uconsole-antenna-mount">eigene Version</a> davon umsetzte. Das Ergebnis kann sich für mein Dafürhalten durchaus sehen lassen und ist auch nichts, was ich in dieser speziellen Ausgestaltung bereits irgendwo in der Community gesehen habe. Deswegen musste ich auch gar nicht lange überlegen, ob ich dieses Modell der Allgemeinheit zurückgebe.</p>
<p>Bisher habe ich hauptsächlich für meine eigenen speziellen Anwendungszwecke programmiert, designt und geschrieben, aber immer gab es da draußen bereits deutlich bessere und gut abgehangene Lösungen – da musste ich nicht noch mein halbgares Spezialzeug hinzufügen. Hier ist es zur Abwechselung mal anders und ich sehe eine klitzekleine Lücke, die zu füllen ich imstande bin. Es ist nichts weltbewegendes, aber wenn es außer mir noch jemandem hilft, wäre das schon ziemlich super.</p>
        ]]></content:encoded>
      </item>
      <item>
        <title>Kühl Nachgeboxt</title>
        <pubDate>Wed, 05 Nov 2025 16:56:00 +0100</pubDate>
        <link>https://blog.deruku.net/2025/11/kuehl-nachgeboxt/</link>
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        <content:encoded><![CDATA[
  <p><img id="post-image" src="https://blog.deruku.net/img/2025-11-05-kuehl-nachgeboxt.png" alt="Sorry, no image today :("></p>
          <p>So ganz bin ich mit <a href="/2025/10/das-x-geboxt/">meiner Xbox</a> ja noch nicht zufrieden. Der verbaute Lüfter ist super laut, und an die nach über zwanzig Jahren wahrscheinlich völlig verkrustete Wärmeleitpaste möchte ich eigentlich gar nicht denken. Damit ist die To-do-Liste erstellt, schreiten wir zur Tat.</p>
<p>Unter Moddern und Reparateuren ist für die originale Xbox der <a href="https://www.amazon.de/Nexus-SP702512M-Geh%C3%A4usel%C3%BCfter-70-mm/dp/B003PNLRLU">70 mm Real Silent Gehäuselüfter von Nexus</a> beliebt, denn dieser kann ohne Modifikationen eingebaut werden und verfügt über eine ähnliche Kühlleistung wie das Originalteil bei geringerer Lautstärke. Dummerweise ist dieser hierzulande – zumindest während ich diese Aktion vorbereite – nicht wirklich aufzutreiben. Also brauchen wir etwas anderes.</p>
<p>Der nächste Kandidat wäre der <a href="https://www.noctua.at/en/products/nf-a6x25-flx">NF-A6x25 FLX</a> aus dem renommierten Hause Noctua. Die Vorteile liegen auf der Hand: Er ist mit 60 mm Durchmesser kleiner als das Original und benötigt damit auf jeden Fall eine neue Halterung, außerdem schiebt er weniger Luft und ist auch noch teuer. Perfekt, den nehme ich!</p>
<p>Gut, der <a href="https://www.printables.com/model/112221-xbox-60mm-noctua-fan-mount/comments">Adapter</a> ist kein Problem, der ist schnell gedruckt. Etwas besorgniserregender ist das alte Gehäuse der Konsole, denn mit jedem Aufschrauben brechen weitere Teile heraus, sodass ich nach diesem Eingriff weitere drei Schrauben ohne Halt auslassen muss. Noch wird trotzdem alles ohne Klappern gehalten, aber ich hoffe, dass das letzte Mal ein Eingriff in das Innenleben nötig ist.</p>
<p>Aus diesem Grund war ich mit den Halteklammern für die Kühlkörper besonders vorsichtig: Wenn diese brechen, ist guter Rat teuer. Zum Glück lässt sich deren Kunststoff nicht von einem großen Schraubendreher zum Hebeln einschüchtern.</p>
<p>Um die Heatsinks zum Ausbau zu bewegen, erhitze ich die Wärmeleitpaste etwas. Dazu stecken wir die Xbox an den Strom und schalten sie ein. Die Statusleuchte vorne blinkt hilflos, da Festplatte und DVD-Laufwerk fehlen, doch ein paar Minuten in diesem Zustand reichen aus, damit sich CPU und GPU warmlaufen. Jetzt bloß nichts rechts im Gehäuse berühren, denn das Netzteil liegt offen! Vorsichtig hebe ich die Aluminiumblöcke aus ihren Fassungen, schalte das Gerät aus und ziehe den Stecker.</p>
<p>Geschätzt eine halbe Rolle Küchenpapier, eine Handvoll Wattestäbchen und ein paar großzügige Hiebe Isopropanol später ist das krustige Zeug sowohl von den Kühlelementen als auch von den Chips selbst rückstandslos entfernt. Ich weiß nicht, ob für beide Komponenten dieselbe Paste verwendet wurde, aber die auf der GPU war schwarz, zäh und roch tatsächlich auch etwas angekokelt, während die der CPU hell und eher bröselig wirkte. Egal, beide haben sich nach so langer Zeit eine Neubeschmierung mit <a href="https://www.arctic.de/MX-4/ACTCP00002B">Arctic MX-4</a> redlich verdient.</p>
<p>Nach getaner Arbeit und zusammengepuzzelter Konsole gibt es noch eine Sache zu tun: Wie erwähnt ist der neue Lüfter bei gleicher Stromzufuhr<sup id="fnref:1"><a href="#fn:1" class="footnote" rel="footnote" role="doc-noteref">1</a></sup> weniger windig als sein Vorgänger. Hier kommt dann wieder das geflashte Cerbios zum Zug – dort kann ich bequem eine neue Baseline von 40 bis 50 % (werksseitig sind es 20 %) einstellen und den niedrigeren Durchsatz durch höhere Drehzahl kompensieren.</p>
<p>So zumindest der anfängliche Plan. Nach einem ausgiebigen Testabend entschließe ich mich jedoch, kein Risiko einzugehen und den Lüfter zunächst einfach statisch auf 100 % laufen zu lassen. Selbst bei aufwändigen Titeln wie Doom 3 oder Splinter Cell: Chaos Theory steigt die CPU-Temperatur nicht über 55 °C, während die Wärme am Mainboard kaum an den 50 °C kratzt. Das dürfte die Alterung der Bauteile verzögern und der alten Dame noch einige Jahre Lebenszeit verschaffen.</p>
<p>Das Gehäuseklima ist also zufriedenstellend geklärt und obendrein ist der neue Lüfter auch noch deutlich unauffälliger als der alte. Ich werde in nächster Zeit trotzdem noch etwas damit herumspielen und schauen, welche Erkenntnisse ich noch so zutage fördere.</p>
<p>Also demnächst mal eine Runde Halo 2 online, oder was?</p>
<div class="footnotes" role="doc-endnotes">
  <ol>
    <li id="fn:1">
      <p>Die Xbox regelt die Lüftergeschwindigkeit durch variable Betriebsspannung (bei 6V läuft der originale Lüfter auf etwa 20 %, 100 % bei 12V), moderne Systeme verwenden üblicherweise <a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Pulsdauermodulation">PWM</a>. <a href="#fnref:1" class="reversefootnote" role="doc-backlink">&#8617;</a></p>
    </li>
  </ol>
</div>
        ]]></content:encoded>
      </item>
      <item>
        <title>Achterbahnfahrt der Emotionen</title>
        <pubDate>Tue, 28 Oct 2025 13:15:00 +0100</pubDate>
        <link>https://blog.deruku.net/2025/10/achterbahnfahrt-der-emotionen/</link>
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        <content:encoded><![CDATA[
  <p><img id="post-image" src="https://blog.deruku.net/img/2025-10-28-achterbahnfahrt-der-emotionen.png" alt="Sorry, no image today :("></p>
          <p>Neulich: Hyperfokus liegt auf der <a href="/2025/10/das-x-geboxt/">Xbox</a>, Bestellmarathon ist im Gange. Neben den Ersatzteilen orderte ich auch einen <a href="https://electron-shepherd.com/collections/all/products/electronxout">ElectronXout</a>, laut Community gleich nach einer nativen HDMI-Modifikation eine der besten Lösungen, eine Xbox an einen modernen Fernseher anzuschließen.</p>
<p>Das Teil kam aus den USA, Versandkosten und Einfuhrgebühren würden ungefähr so hoch sein wie das Gerät selbst. Egal, was tut man nicht für Qualität? Der Hersteller ließ nichts anbrennen und schon war das Paket auf dem Weg Richtung Bestimmungsort.</p>
<p>Nach sieben Tagen erreichte es, laut Tracking, dann auch tatsächlich Deutschland, das ging ja sogar etwas schneller als erwartet. "Ein Scheiß geht hier schnell", dachte man sich bei DHL und ließ das Paket erstmal drei Tage liegen. Danach bewegte es sich an die für meinen Wohnort typische Niederlassung. Am Tag darauf wieder hundert Kilometer zurück in die andere Richtung.</p>
<p>Wieder zwei Tage später befand es sich erneut in der richtigen Zweigstelle. Super, dann werde ich es ja wohl morgen oder übermorgen aus der neuen Packstation in der Nachbarschaft abholen können, die ich als dauerhafte Umleitung für meine Lieferungen hinterlegte. Hahaha, das glaubst du doch wohl selber nicht:</p>
<blockquote>
  <p>Die Sendung konnte nicht in die Packstation eingestellt werden und wird in die Filiale &lt;am anderen Ende der Stadt&gt; gebracht. […]</p>
</blockquote>
<p>Kurz danach:</p>
<blockquote>
  <p>Die Sendung liegt für den Empfänger zur Abholung bereit […]</p>
</blockquote>
<p>Huh? Was zum Teufel, die nächste Postfiliale wäre fünfzig Meter von der Packstation entfernt, warum jetzt völlig willkürlich in ausgerechnet diese? Gut, DHLs Wege sind unergründlich. Mir bleibt nichts anderes übrig, als die Kröte zu schlucken. Mache ich mich morgen halt mal auf den Weg dorthin. Eine Erddrehung später:</p>
<blockquote>
  <p>Die Sendung wurde ins Zustellfahrzeug geladen. Die Zustellung erfolgt voraussichtlich heute.</p>
</blockquote>
<p>???</p>
<p>Glücklicherweise lag es dann einen weiteren Tag später tatsächlich in der angegebenen Filiale – bei dieser Vorgeschichte hätte mich nichts mehr gewundert. Letztendlich kamen wir dann also doch auf zwei Wochen Lieferzeit; etwas unglücklich, aber hätte schlimmer kommen können. Die Auslagenpauschale für die Zollgebühren wurde inzwischen erneut erhöht, sodass DHL an diesem Paket mehr verdiente als der Staat, aber was soll man machen, irgendwie müssen die Vorstände ja ihren Zweitmercedes bezahlen.</p>
<p>Wie dem auch sei: Endlich, endlich kann ich meine frisch hergerichtete Xbox mit knackscharfem Bild bewundern, das wird so gut, ich freue mich schon total!</p>
<p>…</p>
<p>Es lag der <a href="https://electron-shepherd.com/collections/all/products/electronwarp">falsche Adapter</a> im Paket.</p>
<p>🤡</p>
<hr />
<p>Eigentlich wäre das jetzt der perfekte Abschluss für diese kleine Nacherzählung gewesen, aber ich muss fairerweise noch erwähnen, dass der Hersteller sich nach einer kurzen Mail entschuldigte und den Versand des richtigen Artikels veranlasste. Das irrtümlich verschickte Gerät darf ich behalten. Ich befürchtete bereits auf mindestens einer Runde Versand- und Zollkosten hängenzubleiben was die Anschaffungskosten aus meiner Sicht locker verdoppelt hätte. Vorbildlich!</p>
<p>Nach also gut einem Monat seit Bestellung ist endlich der richtige Adapter eingetroffen und dessen Leistung ist, sagen wir mal, der Wartezeit durchaus angemessen und ich war nach einem kurzen Test sehr angetan. Zollgebühren musste ich zwar erneut entrichten, aber was soll's: Unterm Strich habe ich so das Zubehör für die Wii mit 25 % Rabatt obendrauf bekommen. Tatsächlich steht hier sogar noch eine ungetestete Wii rum, für die mir das AV-Kabel fehlte. Man hätte auch schlimmeres Pech haben können.</p>
        ]]></content:encoded>
      </item>
      <item>
        <title>Das X geboxt</title>
        <pubDate>Wed, 15 Oct 2025 17:43:00 +0200</pubDate>
        <link>https://blog.deruku.net/2025/10/das-x-geboxt/</link>
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        <content:encoded><![CDATA[
  <p><img id="post-image" src="https://blog.deruku.net/img/2025-10-15-das-x-geboxt.png" alt="Sorry, no image today :("></p>
          <p>Ich war ja damals ab Veröffentlichungstag (in Europa also ab 3. Mai 2002, lange ist's her) ein <a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Nintendo_GameCube">GameCube</a>-Nutzer, später kaufte ich mir – hauptsächlich für Metal Gear Solid 2 und 3 – eine <a href="https://de.wikipedia.org/wiki/PlayStation_2">PlayStation 2</a> hinterher. Eine <a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Xbox">Xbox</a> (heute unter Kennern gerne mit dem Zusatz <em>Classic</em>, weil Microsoft das mit der Benennung nicht so drauf hat) besaß ich jedoch nie. Bis jetzt. Eine nette Dame auf dem Flohmarkt hatte für einen guten Kurs ein paar Konsolen ihres Sohnes inklusive Zubehör und ein paar Spielen abzugeben, also schlug ich zu.</p>
<p>Endlich daheim angekommen – das Teil über den Flohmarkt und anschließend ohne Auto zurück nach Hause wuchten war ein unbequemer Kraftakt – wurde das gute Stück natürlich erstmal gut geputzt und ausprobiert. Die freundliche Mutter hatte recht, die Xbox war tatsächlich funktionstüchtig. Nächster Schritt: Öffnen und schauen, ob das auf absehbare Zeit auch so bleibt.</p>
<p>Die Aufkleber und das Typenschild auf der Unterseite waren noch intakt, also ist dieses Gerät noch nie geöffnet worden. Da kam direkt eine Frage auf: Was hat Microsoft bei Reparaturen gemacht? Eine Schraube liegt unter dem Typenschild mit der eindeutigen Seriennummer, haben sie sich nach getaner Arbeit die Mühe gemacht, für jede Xbox einen neuen Aufkleber anzufertigen, oder wurden die verdeckten Schrauben mithilfe  eines kleineren Siegels einfach wieder verplombt? Na ja, egal.</p>
<p>Jedenfalls lag die Xbox bald in Einzelteilen vor mir. Gerade das Mainboard verdiente einen genaueren Blick: Es handelte sich um die <a href="https://consolemods.org/wiki/Xbox:Versions">Version 1.4</a> – Ich hatte also einen ausgezeichneten Griff mit diesem Exemplar gemacht, denn dieses Modell lässt sich gut modifizieren.</p>
<p>Also weiter im Text: Ein bestimmter Kondensator, zuständig für die Zwischenspeicherung der Uhrzeit, ist für seine schlechte Qualität berüchtigt und es ist nur eine Frage der Zeit, bis er ausläuft und mit seiner alkalischen Flüssigkeit Schäden auf dem Mainboard verursacht. Dieser hier zeigte an der Oberseite zwar bereits Zeichen eines Defekts, aber es war noch nichts bis zur Platine heruntergesifft. Erfreulicherweise kann man ihn ersatzlos entfernen, denn erstens liefert er nur für einige witzlose Stunden nach Verlust der Stromversorgung Energie, um die Uhrzeit zu speichern und zweitens rüsten Softwaremods <a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Network_Time_Protocol">NTP</a>-Fähigkeiten nach. Hat die Xbox in Zukunft also eine Verbindung ins Internet, besorgt sie sich die richtige Zeit selbst. Kleines Detail am Rande: Bei einem neueren Modell, der Version 1.6, hätte der Kondensator getauscht werden müssen, denn dieses startet ansonsten gar nicht erst.</p>
<p>Als Nächstes tauschte ich die drei Kondensatoren unter der CPU aus (<a href="https://consolemods.org/wiki/Xbox:Capacitor_Lists_per_Revision">mehr Info</a>, wen es interessiert), von denen sich zwei auch bereits wölbten. Der Rest sah noch gut aus, also beließ ich es dabei. Mit dem Lötkolben in der Hand noch schnell zwei Brücken aufs Board gezaubert, um den Schreibschutz des TSOP-Chips zu deaktivieren, der das BIOS enthält. Damit war die Hauptplatine soweit fertig und konnte wieder zurück ins Gehäuse wandern.</p>
<p>Nach einem kurzen Funktionstest konnte es nun also ans Eingemachte gehen: Das originale BIOS der Xbox durch Cerbios <a href="https://consolemods.org/wiki/Xbox:TSOP_Flashing">ersetzen</a>. Dieser Eingriff "öffnet" die Xbox insofern, dass wir in Zukunft etwa einfach die Festplatte (auch gegen deutlich größere als ursprünglich angedacht) auswechseln können, ohne uns darum Gedanken machen zu müssen, dass diese mit der Seriennummer der Konsole verheiratet sein muss, oder wir haben dann bessere Möglichkeiten der Recovery, etwa einen <a href="https://de.wikipedia.org/wiki/File_Transfer_Protocol">FTP</a>-Zugang auch ohne funktionsfähiges Dashboard. Gutes Zeug, das möchte man haben.</p>
<p>Ich erspare euch an dieser Stelle langwierige Details über Exploits auf USB-Sticks, die mit einem speziellen USB auf Xbox-Controllerportadapter als Memorycards formatiert werden müssen. Wer es genauer wissen möchte, findet in den Links oben alle nötigen Infos. Vielleicht nur so viel: Die Suche nach einem kompatiblen USB-Stick kann sich als schwieriger als erwartet gestalten, denn es muss sich um ein älteres Fabrikat handeln (ja, auch dafür gibt es eine <a href="https://consolemods.org/wiki/Xbox:USB_Device_Compatibility_List">Liste</a>), mit neueren kann die Xbox nicht umgehen. Ich habe einige Sticks durchprobieren müssen, und tatsächlich war es dann auch wirklich der letzte mögliche Kandidat, der endlich zum Erfolg führte. Ich hatte bei diesem Projekt echt mehr Glück als Verstand.</p>
<p>Passend dazu hatte ich hier noch eine 500 GB-Festplatte rumliegen, die ich mit <a href="https://fatxplorer.eaton-works.com/">FATXplorer</a> Xbox-gerecht vorpartitionierte und mit ein paar nützlichen Programmen und Dashboards ausstattete. Ein neues 80-poliges IDE-Kabel und ein IDE auf SATA-Adapter überbrückten die Technikdifferenz und in Verbindung mit Cerbios könnte die betagte Konsole sogar mit Terabytes an Festplattenkapazität umgehen. Damit steht jede Menge Platz für Spiele zur Verfügung. Wer sich nicht erinnert: Die Xbox wurde ursprünglich mit einer 8 GB-Festplatte ausgeliefert. Ich liebe es, wenn alte und neue Technik derart ineinandergreifen.</p>
<p>Damals war es (noch) nicht vorgesehen, Spiele von der Festplatte zu starten, deswegen musste ich die Benutzeroberfläche, das Dashboard, ebenfalls modifizieren. Es stehen <a href="https://consolemods.org/wiki/Xbox:Dashboards_Overview">einige Alternativen</a> zur Auswahl, unter anderem Oberflächen, die etwas an die spätere Xbox 360 erinnern und mit schicken Covergrafiken für die Spiele aufwarten. Ich selbst bin ein Freund der angestammten Ästhetik, daher entschied ich mich für <a href="https://github.com/OfficialTeamUIX/UIX-Lite">UIX-Lite</a>, eine Erweiterung des originalen alienmäßig-grünen Dashboards. Ungeübten Augen dürfte nicht einmal auffallen, dass die Konsole derart modifiziert ist, alles fügt sich ohne sichtbare Nähte zusammen.</p>
<p>Insgesamt, also für die Kondensatoren, das IDE-Kabel, den SATA-Adapter, das Controllerportkabel und einen Molex-Splitter, den ich am Ende nicht gebraucht habe, waren für die Modifikationen inklusive Versand aus China keine 20 Euro fällig. Gut, die Festplatte und den USB-Stick hatte ich noch parat, aber wozu bleibt man auch sonst so lange auf diesem Krempel sitzen?</p>
<p>Es macht immer wieder Spaß sich mit Konsolen auseinanderzusetzen, die man damals selbst nicht hatte. Tatsächlich muss man nicht einmal auf Multiplayer verzichten, denn obwohl das ursprüngliche Xbox Live 2010 abgeschaltet wurde, gibt es inzwischen Ersatz aus der Community: <a href="https://insignia.live/">Insignia</a> schickt sich an den Service wiederaufleben zu lassen. Also demnächst mal eine Runde Halo 2 online, oder was?</p>
        ]]></content:encoded>
      </item>
      <item>
        <title>♪We Got the Moves♪</title>
        <pubDate>Fri, 13 Jun 2025 15:32:00 +0200</pubDate>
        <link>https://blog.deruku.net/2025/06/we-got-the-moves/</link>
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        <content:encoded><![CDATA[
  <p><img id="post-image" src="https://blog.deruku.net/img/2025-06-13-we-got-the-moves.png" alt="Sorry, no image today :("></p>
          <p>Hey, immerhin hielt es gute zehn Jahre! <a href="/2015/11/dekadenz-statt-luxusproblem/">Damals</a> überführte ich meine CD-Sammlung ins verlustfreie <a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Free_Lossless_Audio_Codec">FLAC-Format</a>, um nie wieder meinen Bestand tagelang erneut rippen zu müssen. Gleichzeitig legte ich eine 320 Kbit/s MP3-Version für unterwegs an, die ich lokal auf mein Smartphone kopierte. Kommt also der nächste heiße Scheiß, fliegen die MP3s grob in Richtung Tonne und die FLACs halten für eine frische Auflage her. Eigentlich ein ganz brauchbarer Plan, dachte ich seinerzeit.</p>
<p>Nun änderten sich in den letzten Jahren Dinge, und weil sich mit der Zeit zusehends störende Wehwehchen bei diesem Ansatz auftaten, war eine Kurskorrektur vonnöten, denn:</p>
<ol>
  <li>
    <p>Die Sammlung wird nicht wieder kleiner. Einerseits hat sie sich seit dem ersten Beitrag locker verdoppelt, andererseits ist es ja nicht so, dass ich die MP3s nur auf meinem Telefon habe. Selbstverständlich liegen sie neben den FLACs auch noch auf dem Server. Im Backup und hoffentlich ebenfalls in dessen Sicherheitskopie sind sie auch wieder anzutreffen. Den Platz könnte man sinnvoller nutzen.</p>
  </li>
  <li>
    <p>Da ich die Metadaten lange gemäß des uralten Brauchtums von Hand pflegte, schlichen sich hier und dort unvermeidlich Fehler ein. Für eine Korrektur musste ich an mindestens drei Versionen Hand anlegen: die beiden auf dem Server, jene auf dem Telefon und eventuell noch weitere Kopien auf anderen Geräten. Und jetzt stellt euch vor, ihr habt diesen langen Tanz aufgeführt, nur um dann einen weiteren Schnitzer zu finden, wenn ihr gerade erst erschöpft und ausgemergelt in euren Sessel gesackt seid. Ach, verdammt. Die Zeit könnte man sinnvoller nutzen.</p>
  </li>
  <li>
    <p>Ich hielt es damals für eine richtig gute Idee, jede CD als eine zusammenhängende Datei zu rippen und ein <a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Cuesheet">Cuesheet</a> danebenzulegen. Stellt sich heraus: Das war ein blöder Einfall. Nicht nur ist es unhandlich und nur wenige Player unterstützen sowas, sondern den Cuesheets fehlten einige Metadaten. So konnte das nicht bleiben. Also musste ich ran und erst gut 100 Alben in einzelne Tracks zerstückeln (einfach und schnell dank Scripts) und danach einmal durch die Pipeline für neue Metadaten und Covergrafiken ziehen (teil-manuell und langwierig). Die Nerven dazu könnte man sinnvoller nutzen.</p>
  </li>
  <li>
    <p>Ein kleiner Teil der Sammlung lag peinlicherweise noch gar nicht verlustfrei vor. Gelegentliche Faulheit überkam mich und ich benutzte einfach MP3s, wenn es diese dem Kauf beilagen. Damit konnte ich gleich reinhören, ohne Versand und Lieferung der CD abwarten zu müssen. Einige Scheiben standen daher mehrere Jahre eingeschweißt in meinem Regal, bis ich sie jetzt auspackte, um endlich meine eigenen Rips davon anzufertigen. Etwas überraschend: Sie klangen stets besser als ihre Pendants von Amazon &amp; Co, trotz mindestens ähnlichen Qualitätseinstellungen. Ergo: Die Bits könnte man sinnvoller nutzen.</p>
  </li>
  <li>
    <p>Muss ich dieses Thema schon wieder für einen Beitrag aus der Mottenkiste holen. Wir alle haben schließlich Besseres zu tun. Die Gelegenheit könnte man sinnvoller nutzen.</p>
  </li>
</ol>
<p>Also, wie sieht der neue Ansatz nach dem Abstauben und Ausbessern aus? Gut, dass ihr fragt: Streaming! Ich bin ja eigentlich ein Freund von technischer Simplizität, aber der Server und die entsprechende Software – tosender Applaus für <a href="https://jellyfin.org/">Jellyfin</a> – sind bei mir bereits im Einsatz und umfassend erprobt. Bisher zwar nur als selbst gehostetes Netflix für meine eigenen Filme und Serien, aber für Musik hat es ebenfalls ein Talent, wie sich zeigt. Bereits bei den ersten Testläufen gab es für meine Zwecke nichts zu bemängeln, sodass ich kaum einen näheren Blick auf Alternativen werfen musste.</p>
<p>So kann ich meine Mediathek zentral verwalten und muss mir weder um Synchronisierung, noch um Speicherplatz Gedanken machen. Jellyfin versorgt mittels Weboberfläche oder auf Musikgenuss ausgerichteten Apps alle Clients und übernimmt bei Bedarf ebenfalls das Transcoding, also das Umwandeln in ein anderes Format. Für unterwegs tut es dann auch heruntergerechnete Musik oder eben offline-Downloads, in zukünftigen Versionen wohl sogar beides kombiniert. Sehr komfortabel, auch wenn ich unterwegs ohnehin selten Musik zu hören pflege. Im Heimnetz kann er wiederum ruhig die wuchtigen FLACs herumreichen und sich diesen Schritt sparen.</p>
<p>Nicht, dass diese gerade mit Bluetooth-Kopfhörern, ausgerechnet mit dermaßen abgerockten wie meinen, (Audiophile schreien jetzt sicher auf) einen erheblichen Unterschied in Sachen Klangqualität ausmachen dürften, aber auch den Placeboeffekt nehme ich gerne mit. Ich bilde mir zumindest bei einigen Alben ein, mehr Details, Raum und Dynamik wahrzunehmen. Wahrscheinlich bin ich jedoch bei diesen gefühlten Qualitätssprüngen an jene Werke geraten, deren MP3s, wie oben erwähnt, aus anderer – unterlegener – Quelle stammten. Jedenfalls <em>fühlt</em> es sich diffus besser an, und da es gerade bei Musik um nichts anderes gehen sollte, genügt mir dies bereits. Voodoo und Feenstaub sind erlaubt, solange wir nicht von geweihten, im Vollmondlicht handgedrillten Audiokabeln aus purem Silber reden.</p>
<p>Allermindestens wird eventuelles, zukünftig höherwertiges Hörequipment nicht vom abzuspielenden Liedgut ausgebremst. Mindestens bin ich in dieser Hinsicht also HiFi-ready, sozusagen.</p>
        ]]></content:encoded>
      </item>
      <item>
        <title>Steam Deck Fan</title>
        <pubDate>Sun, 11 May 2025 19:10:00 +0200</pubDate>
        <link>https://blog.deruku.net/2025/05/steam-deck-fan/</link>
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        <content:encoded><![CDATA[
  <p><img id="post-image" src="https://blog.deruku.net/img/2025-05-11-steam-deck-fan.png" alt="Sorry, no image today :("></p>
          <p>Das Steam Deck war zu seinem Start 2022 sehr begehrt und um die Nachfrage bedienen zu können, musste Hersteller Valve zur Beschaffung einiger Bauteile bei unterschiedlichen Zulieferern anklopfen. Recht schnell machte es die Runde, dass man als früher Käufer mit Pech in der Teilelotterie statt des erwünschten Huaying-Lüfters mit der Alternative von Delta gestraft sein kann. Dieser leistet zwar das gleiche, fällt dafür aber durch sein hochfrequentes Fiepen unter Last sehr unangenehm auf.</p>
<p>Ich habe damals Vergleiche gesehen, beziehungsweise gehört, und diese offenbarten deutlich schlimmere akustische Eigenschaften als mein Deck, also tat ich es ab und freute mich, dass es mich nicht so schlimm traf. Wow, die gepeinigten Leute mit dem Delta-Lüfter sind ja richtig arm dran, wenn schon mein guter so laut ist! Der Unterschied war offensichtlich, ich sah keine Veranlassung mein neues Spielzeug aufzuschrauben und nachzuschauen.</p>
<p>Neulich, ein paar Jahre später, stolperte ich in irgendeiner Diskussion darüber, dass man sich im Optionsmenü unter "System -&gt; Model/Serial Numbers" (Schockierend, wer hätte das gedacht?), alternativ online bei <a href="https://store.steampowered.com/account/hardwareused">Steam</a>, die verbauten Komponenten und deren Seriennummern anzeigen lassen kann. Man kann es natürlich bereits erahnen, aber in besagtem Menü fand ich es dann vor: In meinem Steam Deck war tatsächlich ein Lüfter von Delta verbaut.</p>
<p>Nun schlagen zwei Herzen in meiner Brust. Einerseits: Verdammt, ich habe die ganze Zeit eine Lüge gelebt! Andererseits: Juhu, der Lüfterlärm hat tatsächlich kapital genervt! Glücklicherweise hat iFixit <a href="https://www.ifixit.com/Device/Steam_Deck">offizielle Ersatzteile</a> im Angebot, auch wenn es mir lieber gewesen wäre, für die Behebung dieses Mangels nicht selbst zahlen zu müssen. Na ja, dafür spiele ich auf dem Ding ja nun auch schon bald das dritte Jahr herum.</p>
<p>Teil geordert, flugs eingebaut und tatsächlich kann ich jetzt nach einigen Monaten ausgiebiger Tests bestätigen: Die schrille Spitze des Sounds ist verschwunden! Unter Vollast ist auch der neue Lüfter auch nicht gerade flüsterleise, aber immerhin geht man sämtlichen in Hörweite befindlichen Mitmenschen nicht mehr auf den Zeiger. Auf einmal eröffnen sich ganz neue Welten, denn in der Vergangenheit habe ich mich halb unterbewusst auf Titel beschränkt, die das Deck nicht gerade an seine Grenzen treiben. Als kleinen Ausgleich habe ich inzwischen gleich zwei Mal <em>RoboCop: Rogue City</em> (2023) darauf durch geballert. Super!</p>
        ]]></content:encoded>
      </item>
      <item>
        <title>Bruder im Geiste</title>
        <pubDate>Mon, 28 Apr 2025 18:32:00 +0200</pubDate>
        <link>https://blog.deruku.net/2025/04/bruder-im-geiste/</link>
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        <content:encoded><![CDATA[
  <p><img id="post-image" src="https://blog.deruku.net/img/2025-04-28-bruder-im-geiste.png" alt="Sorry, no image today :("></p>
          <p>Neulich schlenderte ich über den Flohmarkt und erspähte bereits von Weitem einen Stand mit mehreren Nintendo 64-Konsolen. Als ich mich neugierig näherte, zweifelte ich kurz an mir selbst: Zwischen einem standard-schwarzen und einem mit Aftermarket-Gehäuse ausgestattetem Modell (die Farbe gab es nicht offiziell) stand ein auffällig beklebtes Exemplar: nämlich mit den roten Mission Impossible-Aufklebern aus der N-Zone – möglicherweise aus der Ausgabe <a href="https://www.kultboy.com/index.php?site=kult/kultmags&amp;km=show&amp;id=5885">5/98</a> oder <a href="https://www.kultboy.com/index.php?site=kult/kultmags&amp;km=show&amp;id=5888">8/98</a>.</p>
<p>Wieso das Aufmerken? Ich selbst habe damals auch die Ausgabe mit den Aufklebern besessen und mein eigenes N64 damit vollgekleistert. Ist jemand bei mir eingestiegen und hat meine erste eigene Spielkonsole geklaut? So böse kann doch keiner sein! Ah, Moment, es gibt einen entscheidenden Unterschied zu diesem Hochstapler hier: Zusätzlich schafften es noch ein paar andere Sticker, ich glaube aus irgendeiner Bravo Screenfun, auf mein Gehäuse, denn ich bezweifele, dass die N-Zone als Nintendo-Fachzeitschrift Klebebilder von Metal Gear Solid beilegte. Warum klebt bis heute dann eine Hommage an ein PlayStation-Spiel auf der Konkurrenzkonsole? Ich hatte einfach noch keine eigene PS1, die kam erst später.</p>
<p>In Anbetracht der Tatsache, dass sich vielleicht bereits zwei oder drei Nintendo 64 (*hust*) in meinem Zugriff befanden, verkniff ich es mir, nach dem Preis zu fragen. Ich hoffe, nicht eines Tages zu erfahren, dass auch Spielkonsolen Seelenverwandte haben können und dass ich dann die Schuld daran trage, zweien die Vereinigung versagt zu haben.</p>
<p>…</p>
<p>Okay, sollte mir dieser Stand wieder begegnen, frage ich zumindest mal, was er dafür haben möchte.</p>
        ]]></content:encoded>
      </item>
      <item>
        <title>Blast from the Past</title>
        <pubDate>Mon, 21 Apr 2025 22:00:00 +0200</pubDate>
        <link>https://blog.deruku.net/2025/04/blast-from-the-past/</link>
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        <content:encoded><![CDATA[
  <p><img id="post-image" src="https://blog.deruku.net/img/2025-04-21-blast-from-the-past.png" alt="Sorry, no image today :("></p>
          <p>Frohes Neues!</p>
<p>…</p>
<p>Ähm, ja. Also: Im täglichen Leben sind wir ständig von alten Dingen umgeben, nämlich einerseits die unwichtigen, wie etwa das allgemeine Wahlvolk, der antike Joghurtbecher von vorletzter Woche oder auch einfach Eltern. Auf der anderen Seite die wichtigen, spannenden und vor allem interessanten Dinge, wie beispielsweise Computer, die alt genug sind, um wieder cool zu sein, meine Musikalben von um die Jahrtausendwende und natürlich Retrospiele und -Konsolen.</p>
<p>Ich habe mich in letzer Zeit ausgiebig mit altem Gelumpe auseinandergesetzt, mich auf Flohmärkten herumgetrieben, hier und da etwas Zeug zusammengelötet und damit endlich mal die alten Fotos von meiner Gameboy Camera (Abbildung <strike>ähnlich</strike> exakt so) gesichert. Wurde sicher auch langsam höchste Zeit, die innewohnende Speicherbatterie hat etwa 27 Jahre auf dem Buckel und es ist ein kleines Wunder, dass sie überhaupt noch ihren Dienst verrichtet.</p>
<p>Jedenfalls, und da kommen wir langsam zur Sache, habe ich meine Liebe zu Pixelbildern mit <a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Dithering_(Bildbearbeitung)">Dithering</a> wiederentdeckt. Doch nicht nur das, mir lief irgendwann mal ein Artikel dieser <a href="https://solar.lowtechmagazine.com/">nett anzusehenden Seite</a> über den Weg und die generelle Aufmachung hat mich direkt in ihren Bann gezogen. Sicher, Low-Tech kann und lebe ich hier auch schon über ein Jahrzehnt und ich habe aus einer webdesignerischen Magersucht heraus bisher weitestgehend auf Bilder verzichtet.</p>
<p>Nach einigen unruhigen Nächten war ich mir dann aber doch sicher: Farbreduzierte, niedig aufgelöste, geditherte Bilder passen wie Arsch auf Eimer hierher. Anschließend war ich dann noch eine Weile faul und verspürte eine große Unlust, mich dafür mal hinzusetzen und einige Dinge auszuprobieren. Nun war die Zeit jedoch gekommen und nach ein paar lockeren Tagen Gebastel in Python und einem Abend Gestarre auf mein Jekyll-Template (Natürlich muss alles möglichst automatisch und dabei vorzugsweise reibungsfrei vonstattengehen), sind wir bereit für einen Feldversuch: Tadaa!</p>
<p>Der Plan ist, ausschließlich selbstgeknipste Bilder zu verwenden und die Wahl derer, wie schon bei den Titeln, auch mal loser Assoziation folgen zu lassen. Ich denke, diese Neuerung hat Potenzial diese dröge Textwüste ein Wenig aufzulockern. Vielleicht sollten sich andere Veröffentlicher im Internet ebenfalls dieser Innovation bedienen!</p>
        ]]></content:encoded>
      </item>
      <item>
        <title>Wissen, wann man nachgibt</title>
        <pubDate>Mon, 30 Dec 2024 12:56:57 +0100</pubDate>
        <link>https://blog.deruku.net/2024/12/wissen-wann-man-nachgibt/</link>
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        <content:encoded><![CDATA[
          <p>Faulheit siegt bei mir regelmäßig, also machte ich mir zunächst nicht viele Gedanken, als ich mein Tütchen Brausepulver versehentlich von der Tischplatte fegte und es zwischen Möbeln und Wand landete. "Wird schon nicht plötzlich verschwinden", dachte ich mir.</p>
<p>Wochen später – ich verspürte das Bedürfnis nach einem prickelnden Getränk – wusste ich sofort, wo ich nachschauen musste. Ich beugte mich also herunter, um nach dem Tütchen zu fischen, doch dann der Schock: Spinnweben, inklusive zweier Bewohner! Wie ein Doppelpack Türsteher vor dem Club, in den ich nie hereingelassen wurde, flexte einer von ihnen sein kräftiges Beinchen wie sein menschliches Pendant den definierten Bizeps, um mir schon aus der Ferne zu bedeuten, es lieber gar nicht erst zu versuchen.</p>
<p>Ich bin kein Experte auf dem Gebiet, habe aber mal gehört, es sei besser, körperlichen Auseinandersetzungen aus dem Weg zu gehen, statt sich mit dem Kinn voran in die nächste ausgestreckte Faust zu stürzen. Oder in einen Schwitzkasten. Kein Problem, lasst euch die Brause schmecken! Vorsichtigen Schrittes verließ ich rückwärts den Raum und schloss die Tür, den kalten Angstschweiß von der Stirne rinnend.</p>
<p>Das Ende vom Lied war dann doch wieder nur ein stilles Leitungswasser. Immerhin besser als ein blaues Auge.</p>
<p>Guten Rutsch.</p>
        ]]></content:encoded>
      </item>
      <item>
        <title>2025 – Year of the Linux Desktop? Bitte?</title>
        <pubDate>Sun, 29 Dec 2024 07:17:00 +0100</pubDate>
        <link>https://blog.deruku.net/2024/12/2025-year-of-the-linux-desktop-bitte/</link>
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        <content:encoded><![CDATA[
          <p>Ich bin ja inzwischen seit gut zwei Dekaden hauptsächlich auf Linux unterwegs und als Bastler immer ganz gut zurechtgekommen – hier klemmt mal etwas, dort muss man mal gegentreten. Meist sind nach einer kurzen Recherche des Problems nur wenige Handgriffe nötig, um den bockigen Rechenknecht wieder zur Kooperation zu motivieren.</p>
<p>Aber dann gibt es da diese Dinge, die über meiner Gehaltsklasse liegen, und die gehen mir so richtig auf den Zünder. Der Datentransfer via SFTP etwa: Im Terminal alles kein Problem, 120 Megabyte pro Sekunde im lokalen Netz. Möchte ich aber mit dem Dateimanager meiner grafischen Oberfläche arbeiten, siecht die Übertragung bei mickrigen 25 MB/s dahin. Kurz nachgeschlagen: Im Bugtracker weiß man Bescheid. Seit 2020. Früher funktionierte es sogar ohne Einschränkungen, erst irgendein Patch eines verwandten Subsystems führte zur Regression. Doch scheint es insgesamt nicht dringend genug zu sein, dass man sich darum kümmern müsste. Schade, hier und da wäre es schon recht bequem, derartige Angelegenheiten der Auflockerung halber auch mal mit der Maus regeln zu können.</p>
<p>Alles kein Thema, ich muss mich ja sowieso im Terminal aufhalten, weil der ab Werk installierte grafische Updatemanager regelmäßig ohne weiteres Zutun in Fehlermeldungen explodiert und nur bei bestimmten Planetenkonstellationen mal eine Aktualisierung erfolgreich durchführt, statt wie sonst einfach vollgekotzt in der Ecke rumzuliegen.</p>
<p>Auf eine andere Distribution zu wechseln führt unterm Strich ebenso wenig zum Erfolg, weil diese schlicht an anderer Stelle kaputt ist und sich dann ständig irgendwelche Fenster zurücksetzen oder Ähnliches. Damit gar nicht erst Langeweile aufkommt, werden auch gelegentlich in Major-Updates alte Nervereien durch frische ausgetauscht. Der Sound hat schließlich schon viel zu lange ohne Einschränkungen funktioniert.</p>
<p>Ich sage es ja nicht gerne, aber trotz all seiner Fürchterlichkeiten verrichtet Windows an den entscheidenden Stellen einfach seine Arbeit, ohne aufzumucken.</p>
        ]]></content:encoded>
      </item>
      <item>
        <title>Runter vom G.A.S.</title>
        <pubDate>Wed, 11 Dec 2024 21:15:00 +0100</pubDate>
        <link>https://blog.deruku.net/2024/12/runter-vom-gas/</link>
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        <content:encoded><![CDATA[
          <p>Das ist ja alles schon nicht schlecht und so, ABER wenn ich dieses eine Ding noch beschaffe, dann wird alles gleich viel besser. Wie viel, kann ich nicht exakt beziffern, aber der Unterschied wird ENORM, so viel steht fest.</p>
<p>Ich bin möglicherweise chronisch am <a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Gear_Acquisition_Syndrome">Gear Acquisition Syndrome</a> erkrankt und finde erst meine innere Mitte, wenn ich mindestens ein Paket auf dem Weg zu mir weiß. Kleiner Spaß, haha – oder?</p>
<p>…</p>
<p>Ähem. Jedenfalls spürte ich es zur Abwechslung mal etwas anders: Ich kam auf den Geschmack von Armbanduhren und überlegte wochenlang, welche ich mir vielleicht in mittlerer Zukunft als zweites kaufen möchte. Etwa eine robuste G-Shock, eine solarbetankte Citizen oder doch diese elegante Seiko? Die Auswahl am Markt ist schließlich gigantisch, da kommt es mir dann doch etwas zugute, dass die allermeisten auf YouTube begeistert in die Kamera gehaltenen Modelle weit, weiiiit außerhalb meines finanziellen Rahmens liegen. Nichtsdestotrotz war ich in der Lage, eine Liste möglicher Kandidaten zusammenzustellen, für die ich weder Organe, noch Familienmitglieder veräußern muss.</p>
<p>Einer der Anwärter war daraufhin als Schnäppchen zu haben und ich zögerte keine Sekunde. Der Preis war so gut, dass die Lieferzeit von einem Monat kein Problem darstellte. Ich habe mich locker zwei Wochen lang genau auf diese Uhr eingeschossen, also ist es wohl richtig.</p>
<p>Nur irgendwie … fühlte es sich nicht danach an. Sogar eher im Gegenteil, mich plagte ein schlechtes Gewissen. Und wenn es die eine Sache gibt, die ich als erfahrener Emotionskäufer im Laufe der Jahre gelernt habe: Im Zweifel nein. Trotz der ganzen schönen Uhren, die ich in den letzten Wochen kennengelernt hatte, fühlte sich nur eine – nämlich die von der Community liebevoll "Casio Royale" genannte World Timer <a href="https://www.casio.com/de/watches/casio/product.AE-1200WHD-1AV/">AE-1200</a> – an meinem Handgelenk richtig an. Roger Moore trug 1983 als James Bond in Octopussy eine <a href="https://www.jamesbondlifestyle.com/product/seiko-g757-5020-sports-100">Seiko G757 Sports 100</a>, die heutzutage nur antiquarisch für locker vierstellige Summen verfügbar ist. Die Casio AE-1200 wurde aufgrund des ähnlichen Layouts von der Gefolgschaft als würdige, günstige Alternative auserkoren. Damit haben wir es hier sogar mit einem Wecker mit Geschichte zu tun!</p>
<p>Sie hat alle Funktionen, die ich im Alltag brauche (ohne Countdown-Timer geht hier gar nix), ist genau mein Stil und sieht darüber hinaus mit einem guten Aftermarket-Gehäuse viel edler aus, als es ihre Preisklasse vermuten lässt. Ich freue mich morgens darauf sie anzulegen und bin abends etwas traurig, wenn ich sie vor dem Schlafengehen auf dem Tisch zurücklassen muss. Wie die ersten warmen Sonnenstrahlen nach wochenlangem Mistwetter fühlte ich es deutlich: Es war der Moment, in dem es besser war, mal kein Geld auszugeben. Und zack – der mir ureigens innewohnende Drang nach neuem Spielzeug ist passé und ich fühle mich irgendwie geheilt. Ich habe noch, ich brauche nichts. Vorerst zumindest.</p>
<p>Vielleicht kann ich ja dann endlich mal das <a href="https://play.date/">Playdate</a> kaufen, so ganz kann ich wohl doch nicht aus meiner Haut.</p>
        ]]></content:encoded>
      </item>
      <item>
        <title>Einfach mal umetikettiert</title>
        <pubDate>Fri, 22 Nov 2024 12:31:00 +0100</pubDate>
        <link>https://blog.deruku.net/2024/11/einfach-mal-umetikettiert/</link>
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        <content:encoded><![CDATA[
          <p>Nicht dass hier ansonsten die unaushaltbare sinnliche Erregung herrscht, aber wir müssen auch mal kurz über etwas wirklich staubtrockenes reden: Mit sofortiger Wirkung, und damit meine ich ab genau… JETZT stehen sämtliche Inhalte dieser Internetseite unter der <a href="https://creativecommons.org/licenses/by-nc-sa/4.0/">Creative-Commons-Lizenz BY-NC-SA 4.0</a>.</p>
<p>Aha. Und was ändert sich nun? Für uns Normalsterbliche eigentlich nichts gravierendes. Die aktualisierte Lizenz macht es einfacher, Inhalte international und rechtssicher zu teilen, sind klarer formuliert, lindern den einen oder anderen Schmerz in besonderen Konstellationen, wie etwa ein neues Recht zur Fehlerkorrektur, und so weiter. Für Näheres verhört bitte den auf Urheberrecht spezialisierten Juristen eures Vertrauens. Jedenfalls ist es eine Änderung zum Besseren, wurde mir versichert.</p>
<p>Das bedeutet dann auch, dass falls jemand die bisherigen Inhalte bereits unter der <a href="https://creativecommons.org/licenses/by-nc-sa/3.0/">Version 3.0</a> verwendete (warum auch immer jemand das tun sollte), dies auch weiterhin darf. Für alle weiteren Nutzungen gilt die neue Variante.</p>
<p>So. Gut, dass das jetzt geklärt ist.</p>
        ]]></content:encoded>
      </item>
      <item>
        <title>Warum noch aufregen?</title>
        <pubDate>Wed, 20 Nov 2024 17:55:00 +0100</pubDate>
        <link>https://blog.deruku.net/2024/11/warum-noch-aufregen/</link>
        <guid isPermaLink="true">https://blog.deruku.net/2024/11/warum-noch-aufregen/</guid>
        <content:encoded><![CDATA[
          <p>Mir begegnet es relativ häufig: Hitzige Diskussionen, die zu absolut nichts führen und insbesondere Textchats – gerade am Smartphone – nerven hart und niemand möchte unnötig viel Zeit damit verbringen. Das hat zur Folge, dass der eigene Standpunkt gerne weit verkürzt (ich weiß schließlich was ich meine) und gleichzeitig stark überspitzt (du Holzkopf verstehst es sonst nicht) wird, dementsprechend kann man es eigentlich gleich sein lassen. Plötzlich fühlt sich jeder vom anderen für einen Idioten gehalten und man versteigt sich in Nebensächlichkeiten, denn deine Analogie war jetzt mal so völlig daneben und ich erkläre dir jetzt, warum dich das nun zu einem komplett moralbefreiten Geisteskranken, eigentlich Hitler, macht.</p>
<p>So schreibt jeder seine ellenlangen Textwände, bei denen sich das gezielte Herausgreifen einzelner Aspekte oder Argumente als sehr schwierig erweist, also versucht man kurzerhand alles abzuräumen und haut seinem Gegenüber gleich die volle Breitseite um die Ohren. Vielleicht breche ich damit auch direkt seinen Willen, da ihm nach meiner Tirade entweder nur die Kapitulation oder das stundenlange Sezieren meines Beitrages übrig bleibt. Und wer hat für so einen Blödsinn schon Zeit? Mein momentaner Erzfeind jedenfalls nicht, hoffentlich.</p>
<p>Oder: Ich antworte mit "Okay, wenn du meinst", habe einen schönen Tag und gehe meines Weges. Ich stecke meine Zeit lieber in schöne Dinge, vielleicht sogar in ein persönliches Treffen, um nicht ständig durch den Mangel nonverbaler Kommunikation lachend in kreissägenförmige Missverständnisse zu springen. So schlafe ich auch besser und der Blutdruck sinkt.</p>
<p>Aber nicht mit diesem Mistsack. Tief im Inneren wissen wir beide, was für ein beknackter Vollzonk er ist.</p>
        ]]></content:encoded>
      </item>
      <item>
        <title>Milchkuh kauft Katze im Sack</title>
        <pubDate>Wed, 08 May 2024 12:24:00 +0200</pubDate>
        <link>https://blog.deruku.net/2024/05/milchkuh-kauft-katze-im-sack/</link>
        <guid isPermaLink="true">https://blog.deruku.net/2024/05/milchkuh-kauft-katze-im-sack/</guid>
        <content:encoded><![CDATA[
          <p>Der Zustand der Wirtschaft, sagt man, verläuft wie eine Sinuskurve: Auf einen Boom folgt eine Flaute, folgt ein Boom, folgt eine Flaute und so weiter. Aus Kundensicht hat man das als erfahrener Videospieler über die Jahre gut beobachten können, wenn man sich ein wenig für das Drumherum interessiert. Zoomt man aus diesem Bild ein gutes Stück hinaus, erscheint es mir, als läge diese Kurve auf einer Spirale in Abwärtsrotation.</p>
<p>Die Bosse der großen Fische sind in letzter Zeit nicht nur dabei, wertvolle Arbeitskräfte im Namen der Profitmaximierung aus der Industrie zu <a href="https://en.wikipedia.org/wiki/2023%E2%80%932024_video_game_industry_layoffs">vertreiben</a>, sie sind auch gut darin Kunden zu vergraulen: <a href="https://www.nytimes.com/2020/12/19/style/cyberpunk-2077-video-game-disaster.html">Unfertige</a> sowie fehlerhafte Produkte, aggressive <a href="https://www.forbes.com/sites/jasonwosborne/2023/05/25/how-loot-boxes-in-childrens-video-games-encourage-gambling/">Monetarisierungsstrategien</a> direkt aus den Handbüchern der Glücksspielindustrie, Gängelungen (auch gerne <a href="https://www.gamersglobal.de/news/278485/capcom-neues-drm-in-alten-spielen-sorgt-fuer-probleme-am-steam-deck">nachträglich</a>) durch unnötig restriktive <a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Digitale_Rechteverwaltung">DRM</a>- oder Anti-Cheat-Technologien inklusive Onlinezwang bei Offline-Games sind nur ein paar Punkte, die in den Sinn kommen.</p>
<p>Unter anderem aus diesen Gründen hockt der sogenannte Triple-A-Bereich in meiner persönlichen Gunst schon seit Jahren auf dem absteigenden Ast. Es ist einfach zu offensichtlich, dass man als Kunde inzwischen weder geschätzt noch ernstgenommen und im Gegenzug auch noch bei jeder Gelegenheit über den Tisch gezogen wird. Nicht einmal mehr das <em>gute Gefühl</em> wird heuchelnderweise vermittelt. So fällt es mir schwer, mit diesen Produkten irgendwie eine positive Zeit zu verbringen, und darum geht es ja eigentlich. Hinzu kommt noch, dass ich als alternder Sack immer weiter aus den Hauptzielgruppen verdrängt und (große) Spiele daher zunehmend an meinem Geschmack vorbeientwickelt werden, aber das ist ein anderes Thema.</p>
<p>Das war jetzt eine relativ lange Herleitung für den Nächsten Eintrag in diese traurige Liste – vor einer Weile stellten wir bereits fest, dass Vorbestellungen oder der Kauf zum Release <a href="/2021/01/beweisstueck-b-kauft-nicht-zu-release/">keine gute Ideen</a> sind. Microsoft unterstreicht dieses Sentiment eindrucksvoll mit dem <a href="https://www.eurogamer.de/redfall-spieler-warten-noch-immer-auf-versprochenen-dlc">neuesten Bossmove</a> im Zuge der Schließung der Redfall-Entwickler Arkane Austin: Den Leuten für einen Haufen Geld (etwa mit der "Black Edition" für 110 €) abnehmen und dann, abgesehen von der schlechten Qualität des Spiels selbst, die versprochenen Inhalte zunächst ein Jahr und schließlich gar nicht liefern. *<em>Slow clap</em>*</p>
<p>Wiedergutmachung hin oder her, das ist Scheiße und kein Kunde sollte sowas mehr als höchstens ein Mal mit sich machen lassen und dann daraus lernen: Kauft nichts aufgrund von Verprechungen, was das Produkt später noch tolles können soll. Wenn ihr Geld auf den Tresen legt, dann nur für die Merkmale, die zu diesem Zeitpunkt bereits vorhanden sind; der Rest ist Bonus. Egal ob es um Season Passes bei Spielen oder das Killerfeature des neuen Smartphones geht, das im Herbst per Update nachgereicht werden soll, lasst euch keine <a href="https://www.eurogamer.net/bioware-confirms-work-on-major-anthem-overhaul-has-officially-ceased">leeren Schachteln</a> verkaufen. Diese Geier sollen sich eure Moneten hart verdienen müssen und an alternativen Methoden des Geldausgebens mangelt es im Spiele- und Technikbereich sowieso nicht.</p>
<p>Kleines Detail am Rande: Tango Gameworks letztes Spiel, Hi-Fi Rush, bei Release im letzten Jahr als Überraschungshit gefeiert, taucht am Tag der Bekanntmachung der Schließung des Studios im <a href="https://www.gamespot.com/articles/humble-bundle-choice-may-2024/1100-6523250/">Humble Choice Abo</a> als Co-Headliner auf. Bittersüßer Abschied oder zynischer Witz? Ich bin uneins. Aber hey, als geduldiger Spieler kann ich es jetzt endlich zum Spottpreis nachholen. Wenigstens gewinnt hier mal wenigstens einer.</p>
<p>Ausgerechnet Cyberpunk 2077 hatte ironischerweise mit einer Sache Recht: Fuck Corpos.</p>
        ]]></content:encoded>
      </item>
      <item>
        <title>Anhörung: Candlemass – Epicus Doomicus Metallicus</title>
        <pubDate>Wed, 06 Mar 2024 20:04:00 +0100</pubDate>
        <link>https://blog.deruku.net/2024/03/anhoerung-candlemass-epicus-doomicus-metallicus/</link>
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        <content:encoded><![CDATA[
          <p>Candlemass veröffentlichte mit Epicus Doomicus Metallicus im Jahre 1986 einen der früheren und im Nachgang vielleicht einen der wichtigsten Leuchttürme des Doom Metals.</p>
<p>Moment, wieder so'n alter Schinken? Schon, aber im Metal ticken die Uhren sowieso etwas anders. Heute springen wir knapp vier Dekaden in die Vergangenheit und hören in die Musik rein, die unsere Eltern auch nicht auf dem Plattenteller hatten (meine zumindest nicht). Wie kam ich also genau darauf? Vor Monaten bat ich ChatGPT mir eine Liste mit Beispielen für alle drölfzig Metal-Untergenres zu halluzinieren. Ich hörte in einige mir vom Namen bekannte Bands rein und urplötzlich lagen CDs auf meinem Schreibtisch. Hoppla.</p>
<p>Mit sechs Songs in 43 Minuten haben wir wieder einen regelrechten Snack vor uns:</p>
<ol>
  <li><strong>Solitude</strong>: <em>"This makes me want to go to my own funeral"</em>, kommentierte jemand treffend auf <a href="https://www.youtube.com/watch?v=UZjuzPU9UE4">YouTube</a>. Fantastisch, ich war sofort hin und weg. Hier haben wir wieder einen dieser magischen Songs, bei denen einfach alles am richtigen Platz sitzt; erst neulich hatte ich eine <a href="/2023/12/anhoerung-in-the-court-of-the-crimson-king/">ähnliche Begegnung</a> mit einem Lied, das sofort tief in mir resonierte und hoch in meiner Gunst einstieg (und, Foreshadowing: Demnächst begegnen wir vielleicht einem Weiteren).</li>
  <li><strong>Demons Gate</strong>: Nach dem ersten Überflieger konnte nur ein Knick folgen. Das liegt aber weniger daran, dass der Song für mich schlechter ist, sondern eher an der Platzierung auf dem Album: Im letzten Drittel hätte er sich besser entfalten können. Dafür stellt sich im Song selbst nach dem ersten Drittel der Groove ein und macht Spaß.</li>
  <li><strong>Crystal Ball</strong>: Normalerweise höre ich jedes Stück noch einmal gezielt durch, während ich hier ein oder zwei Sätzchen dazu schreibe. In diesem Fall lief es mehrfach durch, bevor ich mich dazu durchringen konnte die Hände auf die Tastatur zu legen. Das sagt eigentlich alles aus.</li>
  <li><strong>Black Stone Wielder</strong>: Moment, ich höre erst noch einmal Crystal Ball… Okay, kann weiter gehen. Also: Das Riffing ist super fett und scheint mir präsenter in den Vordergrund gemischt, was diesem Track gut zu Gesichte steht.</li>
  <li><strong>Under the Oak</strong>: Ich bin eigentlich kein großer Freund von Gitarrensoli, aber diese hier passen dermaßen gut in diese Nummer, dass sie gesonderte Erwähnung verdienen. Davon abgesehen bleibt ehrlicherweise nicht viel hängen.</li>
  <li><strong>A Sorcerer's Pledge</strong>: Zum Abschied bekommen wir einen laaaangen Auftakt bis der Song in einen <a href="https://www.youtube.com/watch?v=BSsfjHCFosw">doomigen</a> (ha!) Abschnitt explodiert und in das so ziemlich temporeichste Stück dieser Platte mündet. Moshpit-Material!</li>
</ol>
<hr />
<h2 id="unterm-strich">Unterm Strich</h2>
<p>vergesse ich beim Durchhören ständig, wie viele Lenze dieses Album bereits auf dem Buckel hat. Entweder hat es sich also gut gehalten oder im Metal ist seitdem weniger passiert als man sich vielleicht eingestehen möchte. Sicherlich ist beides in Teilen zutreffend.</p>
<p>Höchstens die typischen 80er-Synths lassen das gehobene Alter erahnen, aber auch diese haben den Test der Zeit gut überstanden ohne aus heutiger Sicht billig oder gar lächerlich zu klingen. Ganz im Gegensatz zu anderen Bands, die damit Symphonie-Epik nachzuahmen versuchen <em>*schauder*</em></p>
<p>Zeitgenössische Kritiken bemängelten die Gesangsleistung des Gastmusikers Johan Längqvist im Vergleich zur instumentalen Darbietung; was Technik anbelangt kann ich das als Laie nicht objektiv beurteilen, aber er passt und klingt in meinen Ohren perfekt für dieses Album, gerade bei Solitude und Crystal Ball (gleich nochmal reinhören) fiel es mir besonders auf.</p>
<p>Insgesamt bin ich sehr zufrieden und werde mich in dem Bereich sicher noch weiter umhören.</p>
        ]]></content:encoded>
      </item>
      <item>
        <title>Weggelegt: Immortals Fenyx Rising</title>
        <pubDate>Fri, 12 Jan 2024 21:45:00 +0100</pubDate>
        <link>https://blog.deruku.net/2024/01/weggelegt-immortals-fenyx-rising/</link>
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        <content:encoded><![CDATA[
          <p><em>Eigentlich wollte ich mich nur einem gewissen Herrn M. aus W. mitteilen, die Chatnachricht wäre dann aber dermaßen weitschweifig ausgefallen, dass ich sie auch gleich hier hinkippen könnte. Was soll's, schönen Gruß.</em></p>
<p>Immortals Fenyx Rising (2020) sollte Ubisofts Nachahmerprodukt zu Nintendos phänomenalen Breath of the Wild von 2017 werden, oder zumindest wurde es meiner Erinnerung nach von der Presse in diese Richtung aufgebaut. Nun war der prozentuale Rabatt nahe des dreistelligen Bereichs und mir blieb nichts anderes übrig, als mal einen Blick zu wagen. Meine Erwartungen waren nach der im Allgemeinen durchaus guten <a href="https://en.wikipedia.org/wiki/Immortals_Fenyx_Rising#Reception">Besprechungen</a> schon in der mittelhohen Zone angesiedelt, doch leider folgte schon sehr schnell die Enttäuschung. Ein Gedächtnisprotokoll:</p>
<p>Ja gut, der Humor haut mich jetzt nicht vom Hocker, aber vor Schmerzen windend liege ich nun nicht gerade auf dem Boden. Zunächst noch nicht. Dann dauert es aber doch nicht lange, bis die Schläfe zu pochen beginnt; normalerweise bin ich in dieser Hinsicht recht robust, aber der Cringe ist stark bei diesem da, um hier auch mal ein Zitat Darth Vaders unterzubringen.</p>
<p>Blergh, die Präsentation der Zwischensequenzen, die (englische) Sprachausgabe und vor allem die Animationen befinden sich in meiner Wahrnehmung <em>so gar nicht</em> auf dem Niveau eines großen Publishers des Jahres 2020, schon gar nicht wenn man über ein Vollpreisprodukt spricht. Stuft man seine Erwartungen auf AA-Gegebenheiten herab, gilt es immer noch eine dicke Kröte zu schlucken. Auweia.</p>
<p>Aber gut, Breath of the Wilds Qualitäten lagen auch nicht im Storytelling. Die Stärken liegen bestimmt im Gameplay und der Welt! Nein, dem scheint leider nicht so. Das Kampfsystem will irgendwie eine Mischung aus Character Action Game und Souls sein, erscheint mir in der ersten Stunde hauptsächlich als stumpf und mühsam. Und die Welt? Breath of the Wild ist ein leuchtendes Beispiel, wie man Spieler wie an einem unsichtbaren Nasenring zu die Spielwelt zieht (Stichwort <a href="https://www.polygon.com/2017/10/3/16412614/legend-of-zelda-breath-of-the-wild-development-game-design">"Triangle Rule"</a>), Fenyx stellt im Kontrast irgendwie, naja, das Gegenteil dar. Nichts ist interessant oder zieht meine Aufmerksamkeit auf sich, das durchqueren der Spielwelt macht – wie gesagt, zumindest zu Beginn des Spiels – keinen Spaß und lässt null Befriedigung aufkommen. Gähn.</p>
<p><em>Eigentlich</em> bin ich da ja nicht so, insbesondere wenn es nur um ein paar Euro geht, aber hier haben wir es mit einem besonders dramatischen Fall zu tun, sodass ich mich gezwungen sah, nach gut eineinhalb Stunden die Notbremse zu ziehen und die Rückerstattung meines Kaufbetrages beim Kundendienst zu beantragen. Unter keinen Umständen sehe ich mich dieses Spiel in Zukunft noch einmal spielen und diese eiserne Entschlossenheit erschreckt mich selbst ein Wenig. Und jetzt erzählt mir nicht, dass nach 91 Minuten plötzlich der absolute Geheimtipp in diesem Titel schlummert.</p>
<p>Selten war dieses Mem passender als hier: Immortals Fenyx Rising ist Breath of the Wild bei Wish bestellt. Mir ist es schleierhaft, wie dieses <em>Ding</em> sich auf einer Wertungsskala irgendwo oberhalb der 6,5 aufhalten kann. Außerhalb des Nintendogartens kann der Appetit nach irgendwas, was auch nur im Entferntesten nach Zelda aussieht nicht so groß sein dass wir dieses Spiel abfeiern. Absurd.</p>
<p><a href="https://www.youtube.com/watch?v=2UrYQxzRM2M">Macht es ned, Alda.</a></p>
        ]]></content:encoded>
      </item>
      <item>
        <title>Gaming Like It&apos;s 1977 mit dem Atari 2600+</title>
        <pubDate>Tue, 26 Dec 2023 22:38:00 +0100</pubDate>
        <link>https://blog.deruku.net/2023/12/gaming-like-its-1977-mit-dem-atari-2600-plus/</link>
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        <content:encoded><![CDATA[
          <p>Einst, es war kurz nach dem <a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Unixzeit">Urknall</a>, veröffentlichte Atari im Jahre 1977 sein Video Computer System, später in <a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Atari_2600">Atari 2600</a> umbenannt, und schrieb damit Videospielgeschichte. Wir ersparen uns an dieser Stelle das Blättern in Steintafeln, die Historie ist praktisch in sämtlichen verfügbaren Medien haarklein dokumentiert. Wichtung für uns heute: Kürzlich erschien eine Neuauflage in Gestalt des <a href="https://atari.com/products/atari-2600-plus">Atari 2600+</a>. Nicht zuletzt aufgrund der wohl um 20 % geschrumpften Maße im Vergleich zum Urmodell drängen sich auf dem ersten Blick Vergleiche zu anderen, in den letzten Jahren in Mode gekommenen <a href="https://retrododo.com/best-mini-consoles/">Mini-Konsolen anderer Hersteller</a> auf, welche mit vorinstallierten Spielen auf Emulatorbasis daherkommen. Der entscheidene Unterschied beim 2600+ ist, dass dieser zwar auch auf Emulation setzt, seine Spiele aber tatsächlich von originalen Spielmodulen einliest. <a href="https://cdn.shopify.com/s/files/1/0609/3658/5381/files/2600Plus-Compatability121823.pdf?v=1702918422">Offiziellen Informationen</a> zufolge liegt die Kompabilität zwar nicht bei 100 %, was sich durch Firmwareupdates in Zukunft noch ändern <strong>könnte</strong>.</p>
<p>Rein zufällig hatte ich nun ein solches Plusmodell nebst <a href="https://atari.com/pages/four">Paddle-Bundle</a> unter dem Baumfestbaum liegen. Wer der mysteriöse Wohltäter ist und warum wahllos ein übereinstimmender Betrag von meinem Konto abgebucht wurde, wird wohl für immer ein festliches Geheimnis bleiben. Ach, da ist ja die Bestellbestä– Ähem.</p>
<p>Manch einer fragt sich, welche Zielgruppe dieses Produkt ansprechen soll – ich war sofort <em>sold</em>, wie der Engländer sagt:  Schon immer wusste ich das Design sehr zu schätzen und die "volle Funktionalität" besiegelte den Deal: Minikonsolen sind schön und gut, doch mir missfiel stets, dass wichtige Merkmale der Originale, wie etwa die Modulschächte nur Zierde und nicht operabel sind; weswegen eine selbstgebastelte Emulationslösung inklusive <a href="https://retroflag.com/nespi-4-case.html">NESPi 4-Gehäuse</a> meiner bescheiden-autoritären Meinung nach dem <a href="https://www.nintendo.de/Diverses/Nintendo-Classic-Mini-Nintendo-Entertainment-System/Nintendo-Classic-Mini-Nintendo-Entertainment-System-1124287.html">originalen Nintendo Classic Mini</a> haushoch überlegen ist (das Cartridge ist ein 2,5 Zoll-Gehäuse für HDD/SSD!), aber ich schweife ab. Beim 2600+ jedenfalls haben alle Schalter und Stecker einen realen Nutzen und obendrein ist die Verarbeitung in meinen Augen über jeden Zweifel erhaben. Das Teil sieht einfach super aus, fühlt sich einfach super an und schmeckt einfach super, Punkt.</p>
<p>Klar, man hat Spiele dieses Alters schon oft irgendwo gesehen oder auch mal selbst angespielt, aber für eine mehr als oberflächliche Beschäftigung mit dieser Generation fühlte ich mich lange viel zu jung, meine eigene Nostalgie beginnt erst mit in den mittleren 90ern mit dem <a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Amiga_500">Amiga 500</a> (1987) nebst dem <a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Nintendo_Entertainment_System">NES</a> (1986 in Europa). Falls sich jemand wundert: Geld für das neueste Zeug war nicht zugegen und wir wurden daher von Bekannten und dem Gebrauchtmarkt mit alter, günstiger Hardware und Kartonweise handbeschrifteter Disketten (*hüstel*) versorgt. So sieht echte Solidarität aus. Ein ebenfalls gebrauchtes Super Nintendo (1992 in Europa) kam dann gegen Ende seines Lebenszyklus hinzu, erst beim Nintendo 64 (1997 in Europa) war ich zeitnah zum Release mit von der Partie. Moment, worum ging es eigentlich? Ach ja:</p>
<p>Witzigerweise ebneten mir verhältnismäßig neue Entwicklungen nun den Weg in die tiefgraue Vorzeit der Videospiele: In letzter Zeit beschäftigte ich mich ein Wenig mit <a href="https://www.lexaloffle.com/pico-8.php">Pico-8</a>, einer Retro-Fantasiekonsole, die es nie gab. Dort lernte ich dem Atari im Geiste nicht unähnliche, sehr auf das Nötigste reduzierte Spiele zu schätzen und (eingeschränkt, wir wollen mal die Kirche im Dorf lassen) selbst zu programmieren.</p>
<p>Apropos Spiele – Beigelegt ist dem Hauptgerät eine 10-in-1 Multicartridge, respektive eine 4-in-1 zum Paddleset. Wir müssen an dieser Stelle nicht jedes einzelne ausufernd besprechen, ein paar Gedanken möchte ich dann aber doch gerne loswerden:</p>
<p>Bei allen Fortschritten im Gamingbereich und den riesigen, mehrere hunderte Spielstunden verschlingenden Multimillionen-Dollar-Projekten ist Gigantomanie längst Usus. Das Gegenstück zu einem Becher inklusive ein paar Würfel, deren Kontext und Spielregeln weniger von diesen, sondern von den Spielern vorgegeben und ausgehandelt werden, fühlt sich inzwischen wie ein moderner, frischer Wind an. Video Olymics (1977) etwa ist unter anderem ein Pong-Klon, der eigentlich nur stumpf die Punktestände der Spieler zählt; <del>hier wird keine Zielpunktzahl angegeben oder abgefragt um am Ende einen Spieler als Gewinner zu kühren, dies geschieht vor dem Bildschirm. Ist das Match für die Teilnehmer beendet, wird die Konsole einfach ausgeschaltet, fertig.</del> <em>Nachtrag: Das Spiel endet unzeremoniell, wenn ein Spieler 21 Punkte erreicht, das Betätigen des Reset-Schalters startet erwartungsgemäß eine neue Partie. Ich bin beinahe enttäuscht, muss ich sagen.</em></p>
<p>Ganz ähnlich verhält es sich bei Maze Craze (1980): Zwei Spieler starten in einem frisch generierten Labyrinth und müssen das Ende am rechten Bildschirmrand erreichen. Der schnellere Spieler löst daraufhin mittels Knopfdruck die Erstellung eines neuen Irrgartens aus und es beginnt erneut von vorne. Hierbei gibt es (zumindest im ersten Spielmodus) keine weiteren Hindernisse oder Zeitlimits – Sogar eine Punkteanzeige ist abwesend. Heute würde man so etwas vielleicht als Microgame bezeichnen. Als besonders charmant scheint mir die Tatsache, dass es standardmäßig auf zwei Spieler ausgelegt ist, doch wenn niemand den zweiten Joystick bedient (falls überhaupt einer angeschlossen ist), bleibt einfach eine Figur am Startpunkt stehen. Da es für den Spielverlauf unerheblich ist, muss nicht erst unterschieden werden, wozu also überhaupt implementieren? Manchmal ist die eleganteste Lösung, einfach nichts zu lösen.</p>
<p>Missile Command (1981) auf der anderen Seite ist ein echter Klassiker der Arcade und aus heutiger Sicht in Sachen Spielgefühl vielleicht das konventionellste Spiel der Sammlung. Wir steuern einen Cursor um bei sukzessive ansteigender Schwierigkeit herannahende Atomraketen vom Himmel zu schießen und möglichst viele Punkte zu verdienen. Angesichts der Weltlage leider auch nach über vierzig Jahren wieder unangenhm aktuell.</p>
<p>Sehr überrascht wurde ich von Night Driver (1980). Die Arcade-Urversion von 1977 gilt als das erste 1st-Person Rennspiel und die Atari-Fassung ist nicht weniger faszinierend und vor allem auch heute noch wirkungsvoll. Im Geschwindigkeitsrausch ist die krude Grafik schnell vergessen, alle Konzentration wird auf das Einhalten der Fahrspur und dem Ausweichen des Gegenverkehrs gelenkt. Probiert es bei Gelegenheit mal aus.</p>
<p>Diese alten Schinken halten sich erstaunlich gut, und doch kann man die letzten Jahrzehnte Evolution des Mediums nicht ignorieren. Es gibt dann aber doch eine Sache, die leider völlig zu Unrecht in den 80ern ausstarb und damit einen massiven Rückschritt in der Entwicklung der Videospiele bedeutete: Die Paddles. Nur wenige moderne Spiele können mit dieser erhebenden Erfahrung Schritt halten, Games im Stile eines Breakout (1978) oder das schon erwähnte Night Driver mit dem geschmeidigen und unglaublich befriedigenden Input eines Drehreglers zu bedienen. Ich sag’s euch: Ihr habt nicht gelebt, wenn ihr diese Erfahrung nie machen durftet. Da das Leben uns quälen möchte, liegen diese der Konsole leider nicht standardmäßig bei, daher erachte ich den Zukauf des Sets für essenziell. Vertrau' mir, Brudi.</p>
<p>Atarispiele (Hier also Stichprobengröße 14) fühlen sich wie ein Werkzeug zum Spielen statt einer monolithischen Gesamterfahrung an, wie moderne Spiele sie anstreben. Diese Zwanglosigkeit macht sie für mich, als jemanden ohne eigenen Nostalgievorrat zu dieser Konsole, besonders interessant. Einziger kleiner Wermutstropfen: Das Gerät gönnt sich beim Starten technisch bedingt ein paar Bedenksekunden um Emulator und Spiel zu laden, was dem rapiden drop-in-/drop-out-Charakter der Spiele doch ein klein wenig zuwider läuft. Dass ausgerechnet in diesem Bereich dekadenalte Technik die Nase vorn behält ist schon witzig, denn jene lädt instantan.</p>
<p>Sorry Leute, ich kann heute nicht zum Spielen rauskommen, ich muss zocken.</p>
        ]]></content:encoded>
      </item>
      <item>
        <title>Das Blutgemetzel</title>
        <pubDate>Sun, 24 Dec 2023 15:48:00 +0100</pubDate>
        <link>https://blog.deruku.net/2023/12/das-blutgemetzel/</link>
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        <content:encoded><![CDATA[
          <p>Weihnachten, beziehungsweise Heiligabend fällt für uns aus, Corona auf Gastgeberseite, Siewissenschon. Sehr schade, aber kein Weltuntergang, denn wir haben schließlich einen Plan B.</p>
<p>Jener Plan B sieht folgendes vor: Pizza. Es könnte alles also wesentlich schlimmer sein. Gut, dafür brauche ich erstmal Platz in der Küche. Ich stelle Geschirr in den Geschirrspüler, räume Krempel beiseite und wische die Arbeitsflächen ab. Kruzifix, was ist denn da los, habe ich Paprikapulver verschüttet? Mein Tuch wird ganz rot…</p>
<p>Keine Ahnung wann und wo, aber irgendwie habe ich mir zünftig die Pfote aufgerissen und ich blute wie ein abgestochenes Schwein. Ja gut, erstmal etwas abwaschen, Pflaster drauf, Handschuh an und den Pizzateig aufsetzen.</p>
<p>Mehl und Konsorten fliegen regelrecht in die Schüssel und ab in die Küchenmaschine damit, ich stehe doch hier nicht wie so'n Tier in der Küche und knete von Hand, nee. Hmm, der Teig ist noch etwas zu klebrig, ich hole mal noch etwas Mehl aus dem Vorratsschra– Aua, mein Fuß!</p>
<p>Keine Ahnung wann und wo, aber irgendwie erschien plötzlich eine wilde Glasscherbe auf dem Fußboden, die mich erstmal prompt filetierte und abermals blutete ich wie ein abgestochenes Schwein.  Ja gut, erstmal zwei Blatt Küchenpapier unter den Fuß werfen, das Essen hat Vorrang, ganz klar.</p>
<p>Zwischendurch rutsche ich ein paar Mal auf der Blutlache aus, am Ende erinnert die Küche an einen Tatort – das überall verteilte Mehl tut sein übriges zum verruchten Look – aber letztendlich gelingt es mir, einen Pizzateig ohne rötliche Verfärbung hervorzubringen. Um die Sache noch schön abzurunden stoße ich mir noch ein Mal den Kopf und versuche den Rest des Tages scharfe und stumpfe Gegenstände zu meiden.</p>
<p>Ich wünsche angenehmere Feiertage.</p>
        ]]></content:encoded>
      </item>
  </channel>
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